schon seit einiger Zeit ...

17.01.13, 04:54:33 by oegyr
... ist der Blog hierhin umgezogen.

krähfelder appell

21.10.12, 00:47:44 by oegyr
1982, nato, doppelbeschuss.
1992, dass das leben enden
müsste. pistole zuzweit.

dass man irr wird an
den verhältnissen,
den zumutungen des systems.

dass man aktiviert sich dennoch,
ausbleibend, im heim, keim, kleinbürgerlich.
dass man schießt.



rund 20 tage, bis man euch entdeckte,
leichen des friedenskampfs.
wie brecht, der den radwechsel

mit ungeduld erwartete,
gleichwohl nicht
wissend, wohin.

wohin also auch (und noch?) in diesen
tagen, die nicht weniger
nacht sind.

wohin? also dahin!
ins nichtslicht mit zwei schüssen,
der erste traf die bessere hälfte.

das letzte erstemal

20.10.12, 01:22:00 by oegyr
letztens war es das erste mal,
dass ich mich fragte, wann denn
das letzte erstemal war.

da soeben! und da in logischen
spielereien nicht sonderlich gewandt,
fragte ich mich umgekehrt,

wann das erste letztemal war.
hmnaja, das erstmalige letztmalige
war nicht das letzte

in der reihe der letztesmale.
dass es kein einziges letztes erstemal (es sei denn den tod)
genauso gibt wie nur ein erstes letztemal (es sei denn der tod),

zeichnet beide unter den ersten und
letzten malen aus. ein wortspiel
bloß? oder bloß bloß der hoffnung,

dass erstmals am letzten die letzten die ersten
sein werden? wobei mich die
umkehrung, dass dann die ersten dementsprechend

die letzten werden sein müssen, insofern
ängstigt, als doch erstes der letzten ziele sein
müsste, dass es keine letzten

mehr gibt, wir alle und alles
immer zuerst, nicht (mehr) zuletzt singen:
NIEDER MIT DEN HIERARCHIEN!

(und damit eher unser letztes der ersten als
das erste der letzten
gedichte schreiben),
dachte ich erstmals letztens.

(für den mann, der mir letztens mitten auf der nächtlichen kopfsteinpflasterstraße für lumpige 5 euro einen beträchtlichen batzen stark narkotisch riechenden grases anbot. ich aber schlug in den verhandlungen beiderseitiger, wenngleich ganz unterschiedlicher not zuletzt 20 vor - was mir wie ihm erstmals zu teuer schien)

ändere das gedicht, es braucht es

15.10.12, 00:25:57 by oegyr
sie liegen meist dort,
wo du sie nicht suchst,
die toten in ihren gräbern und die auswege.

rote_knoepfe.jpg

so liegst du zu zweit
in zwei särgen zugleich.
dabei weißt du doch: man kann nicht auf der zwei tanzen.

blaue_knoepfe.jpg

sie schlafen meist dort,
wo du sie nicht weckst
und sie nicht wachsen, die dornen und röschen.

so setzt du zwei sätze,
das gleiche motiv, gleich
zweimal voran, variierst es sogleich und fragst dich dann:

garn.jpg

wo ist er, der kampfplatz
für den frieden weniger
als für deine befriedigung und lösung des krampfs?

hansa_saallicht.jpg

er liegt schlafend meist dort,
wo du ihn nicht träumen kannst,
es sei denn, du änderst dich und das gedicht.

probeschuss

13.10.12, 06:02:35 by oegyr
("lern! denk! schieß!", ögyr 1989)

august 1914 nach september 1870
november 1918, 15. januar 1919
november 1989 vor oktober 1990

september 1939 nach november 1938
juni 1941, 20. januar 1942 am wannsee
9. september 2001 und folgende kreuzzüge

herbst 2007
herbst 1977, köln, mogadishu, stammheim
herbst jetzt:

ich ziele über die kimme der geschichte,
scharfgeschützter nobelpreismitträger,
seit 5uhr45 zurückschießend

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